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Schöne Wanderwoche im Erzgebirge

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Das dicht bewaldete, mit grünen Wiesen und verstreuten Bergdörfern besprenkelte, 130 km lange Erzgebirge war diesmal das Wanderwochenziel von 40 Mitgliedern der Passauer Sektion des Bayer.Wald-Vereines. Das vom Wanderwart Willi Anetsberger zum Aufenthalt ausgesuchte Hotel Neustädter Hof in Schwarzenberg erwies sich als idealer  Ausgangspunkt für die  Fahrten zu den täglichen Wanderzielen, die von den Wanderführern  Beate Weiß und Heinrich Nejedly ausgesucht wurden. Der Wettergott schenkte uns für die ganze Woche herrliches Wanderwetter und so konnte man alle geplanten Wanderungen durchführen. Schon am Tage der Anfahrt erkundeten die Passauer bei einem geführten Spaziergang die gut erhaltene denkmalgeschützte Schwarzenberger Altstadt mit ihren Schloss, die im Barockstil erbaute St. Georgenkirche mit ihrer riesigen, freitragenden Holzdecke,.das Rathaus am oberen Markt und viele weitere archiketonische Schmankerl. Nach täglicher Morgengymnastik, angeboten von Hannelore Anetsberger und dem reichhaltigen Frühstücksbuffet brachte uns der Busfahrer Peter Hausmanniger auf kurvenreichen, aber gut ausgebauten Bergstraßen zu den täglichen Zielen. Vom  romantisch im eng eingeschnittenem Tal liegenden Dörfchen Waschleithe wanderte man am Rande des Klosterdorfes Grünhain durch den ausgedehnten Spiegelwald zum König Albert-Turm , dem einzigen Aussichtsturm mit Liftanlage und angeschlossenem Info-Zentrum mit begehbarer plastischer Bodenkarte mit dargestellten Orten, Straßen und Sehenswürdigkeiten – eine multimediale  Kultur- Landschaft. Ein Besuch im Sachsens ältesten Schaubergwerk „Herkules-Frisch-Glück“, wo man sich über die 500 jährige Bergbaugeschichte des Erzgebirges informieren konnte und Einkehr im urigen Gasthaus “Köhlerhütte“ rundeten den ersten Wandertag ab. Als nächstes Ziel wurde ausgesucht das NSG Kleiner Kranichsee, ein grenz- überschreitendes Hochmoor mit kleinen Moorseen gespickt, durch das man auf einem Holzknüppelweg zum Aussichtsturm wandert. Zu Beginn der Wanderung, am Bergmannsplatz in Johanngeorgenstadt  konnte man die höchste freistehende Weihnachtspyramide des Erzgebirges, den weltgrößten Schwibbogen  sowie das neuerrichtete technische Denkmal ,die Pferdegöpel  bewundern

 

Zur geologischen Besonderheit, den über 30m hohen Basaltorgeln am Scheibenberg  führte ein abwechslungsreicher Wanderweg an der Talsperre Unterbecken vorbei. Der renovierte Aussichtsturm am Gipfel des 807m einsam hochragenden Vulkan-Kegel bietet eine prächtige Rundsicht und in dem am Fuße des Berges liegenden gleichnamigen Städtchen bewunderte man die schöne Fassade des Rathauses aus dem 16.Jh. und die alte barocke Apotheke am Heimatmuseum. Auch der höchste Berg Sachsens, der 1215m hohe Fichtelberg mit seiner historischen Wetterstation, dem großen Berggipfelhotel und der Endstation der Schwebebahn wurde von allen Teilnehmern bestiegen. Beim Abstieg kam man auch an den grossen Skisprungschanzen ganz nah vorbei.

Eine Fahrt im für uns reservierten Waggon der nostalgischen Fichtelbergbahn rundete den erlebnisreichen Tag ab.Zuletzt wurde noch in vielen aufsteigenden Wegserpentinen und teils über die sogenannte „Himmelsleiter“ - einer sehr steilen Aufstiegsroute - der 1018 m hohe Auersberg erobert. Am Gipfel steht der älteste steinerne Aussichtsturm im Erzgebirge  ein gemütlicher, über 150 Jahre bestehender Berggasthof lädt zur Einkehr ein und ein  kleiner botanischer Garten informiert über verschiedene Formen und Arten des Bergwaldes.

Auch die Heimfahrt nach dieser gelungenen Wanderwoche verlief recht kurzweilig – um gute Unterhaltung kümmerten sich unsere Literaten Gerhard Windshuber und Robert Krammer mit ernsten und lustigen   Erzählungen  zur Passauer Geschichte und jugendlichen Erinnerungen. Ein Aufenthalt im Wallfahrtsort Waldsassen, verbunden mit dem Besuch der Basilika und einer fundierten Führung durch die weltbekannte Kloster- Bibliothek beendete die  „Sächsische“ Wanderwoche . / nj/ Foto: nj